Redebeitrag des Rates der Sozialisten und Freidenker (Iraner) - Hamburg

Es lebe der 1. Mai - Internationaler Tag der Arbeiterklasse

Den 1.Mai des Jahres 2015 möchten wir willkommen heißen und uns mit dem kapitalistischen  System  und  dessen  Krisen in  einem  wirtschaftlichen,  politischen  und  moralischen  Tiefpunkt  befindlich, befassen.

Vom  Anfang  der  Massendemonstrationen  im  Iran  im  Jahre  2008  bis  zum  verursachten  Massenausrottung  der  Völker  in  Syrien  und  Iraq  durch  IS  eine  bewaffnete  Terror- bande  organisiert  von  Regierungen  USA,  England,  Frankreich  und  Deutschland,  versinkt  die  Kapitalistische Welt in eine unheilbaren Krise. 

Namentlich  herrscht  kein  dritter  Weltkrieg,  aber  auf den  Kontinenten  Asien,  Afrika  und  Lateinamerika herrscht Bürgerkrieg, Terror,  Massenflucht, Drogensucht und Unsicherheit, Kriege im Dienste der imperialistischen Mächten und zu Gunsten der Waffenproduzierenden  Konzerne.

Milliarden  Dollars  an  Waffen  werden  an  allen  verfeindeten  Staaten  und  Gruppierungen  verkauft. so kommt es dass die  Wirtschaft von Amerika, England und Deutschland  auf Basis  des Waffenexportes unaufhaltsam wächst. 

Aufgrund  der  katastrophalen  Wirtschaft  Europas  und  allmählichen  Auferstehung  des  Proletariat  und  unterdrückten  Völker  und  Menschen  fühlt  sich  das  kapitalistische  System  in  Gefahr.  Deswegen  organisiert  Europa,  unter anderem  Deutschland  absichtlich  die  Terrorbanden  wie  Daesch  in  eigenem  Kontinent    gegen  jegliche  Arbeiterbewegung.  Eine  wahre Gefahr für die Arbeiterklasse Deutschlands. 

Im  Iran  versucht  Hassan  Rohani  als  Präsident  der  islamischen  Republik  Iran  ,gegenüber  der westlichen 5+1 Mächte zu kapitulieren. 

Auf der  Genfer  Konferenz  haben  die  Teilnehmer  beschlossen  in der  nahen  Zukunft  (Lozan  Konferenz)  über folgende Punkte sich zu  einigen:

1- Iranische Atomforschung stoppen und Forschungsanlagen lahmlegen.

2- Iran darf nur mit Zustimmung von Amerika an bestimmte Länder Öl verkaufen.
3-  Das  Geld  muß  in  einem  Konto  deponiert  werden,  das  Iran  nur  mit  Zustimmung  von  Amerika , benutzen kann.
4-  5  Milliarden  von  den  gesperrten  ausländischen  Devisen sind  freigestellt  aber  genau  bis  an diesem  Zeitpunkt  (6  Monate)  ist  15  bis  25  Milliarden  Dollar  von  Ölverkauf  irans  also  ausländische Devisen gesperrt worden

Unter der reaktionären  Politik  der islamischen  Republik Iran ist das Leben der  ausgebeuteten Menschen im Iran unerträglich, ein Drama. Der normale Lohn eines Arbeiters ist  2 mal weniger als, die  Armutsgrenze.


Im Iran werden die demokratischen Rechte massiv eingeschränkt. Die Gefängnisse sind voll,  Frauen  wird  in  der  Öffentlichkeit  Säure  ins  Gesicht  geschüttet,  und  die  Journalisten  die  davon berichten verhaftet und in Gefängnissen gefoltert.

Diese  ungerechte Welt ist  nicht  unsere  Welt.  Das  kapitalistische  System  ist  nicht  menschenwürdig.  Es  ist  unser  gutes   Recht  diese  Ordnung  und  diese  Welt  revolutionär   zu  verändern; und stattdessen eine gerechte Welt zu schaffen: Eine sozialistische Welt. 

Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran.

Freiheit für alle Aktivisten der Arbeiterklasse im Iran.

Nieder mit dem islamischen kapitalistischen Regime im Iran.

Nieder mit dem Imperialismus.

Es lebe Sozialismus.


Rat der Sozialisten und Freidenker (Iraner) - Hamburg

Redebeitrag der Autonomen Antifa Zürcher Aberland und Hamburg (AAZA)

Viele reden, wenige handeln. Wenn nur wenige handeln, sterben Viele. Wenn Viele sterben, schweigen die Meisten.

Weltweiter Protest und Widerstand haben die Jahre geprägt. Demos, Arbeiteraufstände, Besetzungen und Schulstreiks, in Fabriken, Minen, Häfen, Werkstädten, Schulen, Universitäten und auf der Strasse. Ein Sturm der Revolte fegt über die Kontinente. Überall auf der Welt zeigen die Menschen die selbe Entschlossenheit und Solidarität. Und es werden jeden Tag mehr.

Dieser Aufruf soll uns noch einmal daran erinnern, dass in der Geschichte des 1. Mai ein Stück anarchistische Historie zu finden ist. Wir möchten mit diesem Aufruf versuchen, unsere Teilnahme an diesem Tag der Revolte zu begründen und noch einmal mehr das Bewusstsein für ihn zu stärken. Die Anarchist_innen in Chicago sind damals nicht für die Arbeit gestorben und schon gar nicht für die 40 Stunden Woche. Sie wollten die herrschende Klasse abschaffen und diese bis zu den Wurzeln vernichten, um eine neue Welt aufzubauen. Mit dem Kampf für den 8 Stunden Arbeitstag war der Versuch unternommen worden, den Arbeitszwang auf eine würdevollere Bezahlung und gegen die Ausbeutung der Arbeiter_innen hin zu verändern. In diesem Arbeitskampf gegen die Unterdrückung des Kapitals fand damals bereits eine hohe Selbstorganisation und Selbstverwaltung statt. Diese Selbstorganisation wurde durch massive Repression mit vielen Toten, brutal niedergeschlagen. Wir sehen also diesen Widerstand als Kampf gegen diese Missstände, sowie gegen die Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen und Tiere durch die herrschende Klasse und das Kapital.

Alte Parolen und langweilige Demonstrationen ziehen durch die Strassen um der herrschenden Klasse zu zeigen, dass „Wir“ als die Massen kontrolliert werden und auf Sie gehorchen. Die Menschen, die in diesem System leben, wissen nicht, was Freiheit bedeutet. Genauso wenig wie z.B. ein Elefant, der im Zoo geboren wird, aufwächst und stirbt, wird niemals die Freiheit sehen und daher nie wissen wird, was Freiheit ist. Es bleibt uns nur das Kämpfen für die Freiheit. Es kann und muss ein Leben ohne Lohnarbeit geben. Durch bewusste radikale Aktionen z.B. Diebstähle, die Besetzung von leer stehenden Häusern, der Enteignung von „Besitz“ oder auch mit dem Versuch Freiräume zu schaffen, um diese als Ausgangspunkt der Selbstverwaltung und der direkten Aktion zu nutzen.

Wir sind Feinde von Unterdrückung, Konsum und Autorität und deswegen auch Feinde der Lohnarbeit. Wir wollen Zeit und Arbeit in Dinge investieren, die notwendig sind oder die uns interessieren. Das kann und wird innerhalb der Logik des Kapitalismus nicht möglich sein. Selbst wenn ein Mensch in dem ausgeübten Job seinen persönlichen Interessen nachgehen kann, ist diese Person in der Zwangsjacke der Lohnsklaverei gefangen. Daher ist der erste Mai für uns eine Feier der Revolten, der Konflikte mit dieser herrschenden Klasse. Dieser Tag ist für uns eine Feier gegen die Lohnarbeit und gegen die Konsumlogik dieses Systems. Denn diese uns aufgezwungenen Fesseln lassen es nicht zu dass wir frei leben, solange wir uns nicht von ihnen befreien.

Wir wollen und brauchen keine Bosse, Chefs, Politiker_innen, Parteien oder deren Vertreter_innen! Wir hassen dieses durch Arbeitswahn geprägte System!
Wir kämpfen für Freiheit, Kollektivität, Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmung und Selbstorganisation! Dieser Staat und die Menschen die ihn unterstützen kotzen uns an!

Der Anarchistische Block wird von allen Menschen gebildet, die eine herrschaftslose, selbstbestimmte, antiautoritäre & ausbeutungsfreie Gesellschaft nicht nur wünschen, sondern auch kämpferisch aufbauen & durchsetzen wollen. Der Aufruf zum Anarchistischen Block richtet sich an Alle, welche sich aus ihrem Selbstverständnis heraus als AnarchistInnen, IndividualanarchistInnen, Anarcho-Feministinnen oder Autonome-AnarchistenInnen verstehen.

Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft!

antikapitalistisch - antifaschistisch - antinational!

Für die Anarchie!

Beitrag vom Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Hamburg

Gemeinsame Erklärung politischer, kämpfender, widerständiger Gefangener zum 1. Mai 2015“

Als politische, kämpfende und widerständige Gefangene grüßen wir aus den Kerkern der imperialistischen Bundesrepublik Deutschland die Völker der Erde, mit dem Geist der internationalen Solidarität und der Liebe zur Freiheit.

Wir sehen es als unsere Aufgabe und Pflicht an uns geschlossen auf diesem Weg als handelndes Kollektiv zum 1. Mai 2015 zu Wort zu melden.

ArbeiterInnen und Werktätige innerhalb wie außerhalb der Gefängnismauern müssen sich organisieren; wir haben 2014 die Gründung der Gefangenen Gewerkschaft erlebt und solidarisieren uns mit deren Forderung nach Abschaffung der in Deutschland nach wie vor praktizierten Zwangsarbeit.

Die Haftanstalten sind ein fester Bestandteil der nationalen wie internationalen Aufstandsbekämpfung, dabei nehmen wir unser naturgegebenes Recht wahr für die Befreiung der Menschen von Ausbeutung, Unterdrückung und Völkermord zu kämpfen. Wir als politische Gefangene werden inhaftiert weil wir gegen den Rassismus, gegen die weltweit stattfinden Massaker und Folter kämpfen, weil wir für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung, für Freiheit aller Menschen kämpfen.

Unsere Absicht ist es nicht, im Rahmen dieses Kollektivs uns an einzelnen reformistischen Forderungen abzuarbeiten, wie wohl es zahllose repressive Maßnahmen gibt, die es nach wie vor zu bekämpfen gilt (scharfe Postzensur bei vielen von uns; Behinderung beim Erhalt von Büchern und Zeitungen; medizinischer Grundversorgung; oftmals über Jahre praktizierte Isolationsfolter; und vieles mehr).

Während die bundesdeutsche Regierung rechtsextremistisch-reaktionäre Kräfte zum Beispiel in der Ukraine aktiv unterstützt, die eine gewählte Regierung stürzten, werden zugleich fortschrittliche Kräfte hierzulande verfolgt, eingekerkert und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Regime in der Türkei bedeutet eine Fortsetzung der unterdrückerischen und faschistischen Politik der Oligarchie in der Türkei, mit Hilfe der deutschen Polizei und Gerichte, wobei sich letztere nicht scheuen, erfolterte belastende Aussagen als Beweismittel gegen politische Gefangene heran zu ziehen.

Das Erstarken der rassistischen, faschistischen und fremdenfeindlichen Welle die europaweit und insbesondere in Deutschland unter Bezeichnungen wie NPD, NSU oder Pegida bekannt ist, geschieht nicht unabhängig von der fremdenfeindlichen Politik der europäischen Staaten. Eben diese Realpolitik entlarvt auch die Betroffenheitsgesten nach Aufdeckung der Mordserie durch den NSU als hohles und leeres Geschwätz, gedacht zur Beruhigung der Presse und anderer Regierungen.

Der tief sitzende Rassismus und die täglich stattfindenden rassistische Morde & Angriffe sowohl in Deutschland als auch in der ganzen Welt sind keine Einzelfälle, sondern eine strukturelle und gezielte Politik der Herrschenden. Diejenigen, die sich dagegen wehren und dagegen kämpfen, sind keine Terroristen, sondern kämpfen für die Rechte der Menschen. Denn der Kampf gegen Rassismus ist kein Verbrechen, sondern die Pflicht jedes Menschen.

Im Jahr 2016 wird davon ausgegangen, dass die Reichsten 1% den selben Anteil vom weltweiten Kapital besitzen werden wie die restlichen 99% der Bevölkerung. Der Besitz der reichsten 80 Menschen entspricht dem Besitz der Hälfte der Menschheit. 80 Menschen entsprechen demnach 3,5 Milliarden Menschen. Der größte Terror ist somit der Krieg der kapitalistischen Ausbeutung, der den Menschen weltweit aufgezwungen wird. Das ist auch der eigentliche Grund für die weltweiten Kriege, für Faschismus, für Ausbeutung und repressive Gesetze – nämlich die Ausbeutungs- und Unterdrückungsherrschaft der Reichsten der Welt fortzuführen.

Es ist das größte Recht der Menschen dieser Erde, gegen diese Ungleichheit, Ausbeutung und Ungerechtigkeiten anzukämpfen. Der Imperialismus, der sich hinter seinen „Terror“-Verlautbarungen versteckt, möchte all jene Kräfte vernichten und beseitigen, die sich gegen ihn stellen.

Aus diesem Grund organisieren wir uns gegen den wilden kapitalistischen Ausbeutungsterror, seine Beseitigungs- und Vernichtungspläne und vereinigen all unsere Kräfte.

Für uns bedeutet der 1. Mai:

  • den imperialistischen Kriegen und Besatzungen die Stirn zu bieten

  • Widerstand gegen die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung zu fordern

  • sich gegen Faschismus zu vereinigen und zu organisieren

  • alle Menschen aufzufordern sich dem Kampf für ein Leben in Freiheit und Würde anzuschließen.

Es lebe der 1. Mai!

Hoch die internationale Solidarität!

Gülaferit Ünsal
JVA für Frauen
Arkonastr. 56
13189 Berlin

Özkan Güzel
JVA Mönchengladbach
Scharnhorststr. 1
41063 Mönchengladbach

Özgur Aslan
Muzaffer Dogan
Yusuf Tas
Asperger Str. 60
70439 Stuttgart

Sadi Özpolat
JVA Bochum
Krümmede 3
44791 Bochum

Thomas Meyer-Falk
JVA c/o Sicherungsverwahrung
Hermann Herder Str.8
79104 Freiburg

www.political-prisoners.net

Eine von diesen Gefangenen, Gülaferit Ünsal, befindet sich seit dem 6.April im Hungerstreik. Sie kämpft mit ihrem Streik gegen die Zensur und Mobbing im Knast.

Rede zu George Ibrahim Abdallah

Georges Ibrahim Abdallah seit über 30 Jahren im Knast
Georges Ibrahim Abdallah ist ein arabischer Kämpfer, ein libanesischer Kommunist, der seit über 30 Jahren Gefangener des französischen Staates ist. Er wurde 1984 verhaftet und von einem Sondergerichtshof für Widerstandsaktionen verurteilt, für die die FARL (Bewaffnete revolutionäre libanesische Fraktion) die Verantwortung übernommen hatte.
Im Januar 2013 hatte die französische Justiz Georges Abdallahs Freilassung beschlossen.
Allerdings war das nicht im Interesse der Regierungen Frankreichs und der USA.
Der französische Außenminister  kündigte Anfang Februar an, dass im April 2015 mittels einer Finanzierung von drei Milliarden Dollar durch Saudi-Arabien, die ersten französischen Waffen an den Libanon geliefert werden. Diese Waffenlieferungen erstrecken sich über drei Jahre.
Außerdem hat die libanesische Armee kürzlich eine Waffenlieferung aus den USA erhalten.  erhielt  Die US-Botschaft gab in einem Kommuniqué an, dass der Wert der materiellen Hilfe sich auf 25 Millionen Dollar beliefe.
Dazu sagt Georges, in der er die Verbindungen zwischen Frankreich, den USA und Saudi-Arabien darlegt:
“Die Propagandisten des Systems liegen uns den ganzen Tag lang in den Ohren mit ihrem „grundsätzliche Veränderungen sind unmöglich geworden und kollektive erst recht“, „man muss sich an die Erfordernisse des Marktes anpassen…“und selbstverständlich werden einstimmig ganz nebenbei die neokolonialen Militärexpeditionen hie und da begrüßt. In allen erdenklichen Tönen werden die Relevanz dieser Manöver und die Allianzen mit den aufklärungsfeindlichsten und reaktionärsten Regimes, besonders in unserer Region, erläutert…Sicherlich, Genossinnen und Genossen, dürfte es schwer fallen, ein noch frappierenderes Beispiel für die Fäulnis dieser ganzen kriminellen imperialistischen Bourgeoisie zu finden, als dass ihrer Unterstützung der Reaktion in Saudi-Arabien und in den anderen Golfstaaten „für die egoistischen Ziele der Geschäftemacher der Finanzwelt und der kapitalistischen Verbrecher“
Das französische Klassenjustiz hat deshalb vor kurzem beschlossen, dass Georges Ibrahim Abdallah  weiterhin in Haft bleiben soll.



Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Hamburg

Zusätzlich zu den hier nicht aufgeführten Redebeiträgen gab es Beiträge zum Jahrestages des Vietnamkrieges, zum antifaschistischen Kampf in der Ukraine und gegen die zionistische Besatzung Palästinas.